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Redaktion

Italiens Anleihen im Aufwind - Lira setzt ihre Talfahrt fort

xaw Frankfurt - Die europäischen Aktienmärkte sind mit herben Kursverlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax schloss mit einem Minus von 3,7 % auf 12 177 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verlor 2,9 % auf 3 105 Zähler. Verursacht wurden die deutlichen Rücksetzer einerseits durch die massive Ausbreitung des Coronavirus - andererseits belastete der Einbruch der SAP-Aktie um 21,9 % die Indizes. Der Softwareriese aus Walldorf nimmt mit 11,75 % das größte Gewicht unter allen Werten im Dax ein.

Indes wurden Italiens Staatsanleihen von der überraschenden Entscheidung der Agentur Standard & Poor's gestützt, den Ausblick für das auf "BBB" lautende Rating Italiens von "negativ" auf "stabil" zu heben. Damit ist das Risiko, dass das Land auf die niedrigste Stufe des Investment-Grade-Bereichs sinken könnte, vorerst vom Tisch. In der zehnjährigen Laufzeit sank die Rendite bis auf 0,67 % und lag zuletzt 3 Stellen unter Vortagsniveau bei 0,73 %.

Am Devisenmarkt setzt sich der Kursverfall der Lira fort. Am Montag erreichte die Währung nach Drohungen des türkischen Präsidenten Erdogan an Frankreich und die USA im Handel Rekordtiefs. Für einen Dollar mussten am Abend 8,0794 Lira gezahlt werden. Die türkische Währung büßte 1,5 % ein. Seit neun Wochen befindet sich die Lira in einer ungebremsten Talfahrt. Dies ist die längste Verlustphase seit 20 Jahren. Seit Jahresbeginn hat die Lira 36 % gegenüber dem Dollar verloren.

Auch die Ölpreise verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Die Notierung der wichtigsten Rohölsorte Brent Crude gab bis zum Abend um 2,8 % auf 40,60 Dollar je Barrel nach. US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) ermäßigte sich sogar um 3,1 % auf 38,60 Dollar. Laut dem Ölkartell Opec wird sich die Markterholung aufgrund der steigenden Zahl an Coronavirus-Infektionen länger hinziehen als bislang gedacht.


Börsen-Zeitung, 27.10.2020, Autor Alexander Wehnert, Frankfurt, Nummer 206, Seite 1, 286 Wörter

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